Seltsam, wie sehr das Leben einem selbst gehört, wenn man es
selbst gefunden hat
Das stimmt, mein Leben gehört mir, das habe ich gelernt, Aber
wer bin ich, der, dem dieses Leben gehört?
Ich möchte es euch mal kurz beschreiben mein Leben, das geht
nur in Kurzform, wenn ich es ausführlich machen würde, wäre dies alleine
ein dickeres Buch.
Wenns genügend Menschen interessiert, dann sagts mir, wird
bestimmt auch n schönes, spannendes Buch, und ich bin ja jetzt arbeitslos,
da hab ich bestimmt die nächsten 2 Jahre mal Zeit um dies zu machen.
Ja, erstmal, ich bin ein Landwirtssohn , ein Richtiger, lebe
mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester auf unserem Biobauernhof,
wir haben 23ha Ackerland, 1,5 ha Weinberg und 15 Milchkühe im Laufstall,
also noch so n´ richtiger Bauernhof, wo man in Frieden leben kann, wo das
Leben noch lebenswert ist, wo Kinder noch wie Kinder aufwachsen können,
nicht eingepfercht in die Stadt, sondern am Land, für mich die einzig
wahre Kindheit.
Ich sag immer, Mädels heiratets an Bauern, was besseres könnt
ihr garnet mach. Ich habe eine 2 Jahre ältere, verheiratete Schwester,
Christine, die mich im Oktober zum Onkel macht, und eine 12 Jahre jüngere
Schwester, Regina. Sie ist ähnlich wie ich, immer hilfsbereit, nur
manchmal zu zurückhaltend in der Öffentlichkeit und , ganz selten, zu
frech zu Mama, aber das wird sie wohl alles noch lernen in ihrem Leben.
Grundsätzlich könnt sie nicht besser sein.
Meine Eltern: Da gäbs auch einiges zu schreiben, Das Leben
haben sie mir beigebracht, recht strenge Erziehung, aber frei. Sie leben
ein bisschen in ihrer Welt, wie wir alle, außer meiner großer Schwester.
Ich könnt mir einfach keine besseren Eltern wünschen und bin unheimlich
stolz auf sie. Meine Kindheit war sehr behütet, ich wurde streng,
arbeitsam und sehr frei aufgezogen, Danke Mama und Papa dafür. Meine
Eltern konnten besser nicht sein. Kindergarten war nicht so meins, da war
ich lieber zu Hause, spielen in Stroh, Natur, Dreck. Papa helfen, spielend
lernen, mit 11 angefangen Traktor zu fahren, immer dabei, ich durfte
immer helfen, kein Zwang.
Meine Eltern haben es geschafft mich zur vollkommenen
Selbständigkeit zu erziehen, inclusive kochen, flicken, usw. Ich finde es
schlimm, dass viele Eltern heute alles für ihre Kinder machen wollen, sie
wollen, dass es den Kindern gut geht, denn man liebt ja seine Kinder. Da
denk ich mir dann immer "arme Kinder".
Wenn man seine Kinder liebt, sollte man doch das Ziel haben,
dass sie im Leben gut klar kommen, und das werden sie wohl schwerlich,
wenn sie nicht lernen durften zu Verzichten, zu kochen, Konflikte
auszutragen. Klar ist es einfacher ein Kind vor den Fernseher zu setzen,
und es ist ja auch zufrieden und ruhig. Da tut man doch dem Kind Gutes.
Aber denken wir mal 20 Jahre weiter, wie soll den dieses Kind mit seinem
Kind später mal spielen, wenn es dies nicht von den eigenen Eltern gelernt
bekommen hat, aber das ist ja eigentlich auch nicht wichtig, denn wer will
denn heutzutage noch Kinder, da ist man ja eingeengt, kann nicht nur an
sich denken.
Wir haben oft verlernt miteinander zu spielen,
miteinander zu reden. Arme Kinder. Ich war gestern auf nem Hans Söllner
Konzert, er hat unter anderem gesagt, "Leut, schmeists euer Handy weg und
red´s wieder miteinander" Ein Mädel hinter mir meinte, dass er eigentlich
recht hat, worauf ich antwortete, dass ich meines vor 2 Tagen wirklich
weggeschmissen hab. Hab ich ja auch, es muss doch möglich sein auch in
unserer Welt ohne dies Scheißding auszukommen. und es geht auch, ich geh
halt grad mal in nen Laden wo ich grad bin und frag, ob ich mal
telefonieren kann. Meist entsteht dadurch auch n´ Gespräch mit dieser
Person. "Leut, red´s wieder miteinander". Ich habs geschaft.
Nu aber mal zurück zu mir, ich werd wohl immer wieder mal
ausschweifen, ist einfach wichtig für mich. Meine Eltern haben mich nicht
ein einziges mal zu einer Fete gefahren, und das wollt ich auch nicht,
haben mich mit 16 meinen Rollerführerschein machen lassen, und auch sonst
waren meine Entscheidungen recht frei. Von wegen: "Ah, dem Bub könnt ja
was passieren", ich hatte zum Glück Eltern die nicht immer "Das Beste" für
mich wollten, sondern Gutes, sie haben mich einfach zum Leben erzogen.
In der Schule war´s nicht immer leicht für mich, ich gehörte
zu der Gruppe Schüler, die öfter mal verarscht und gehänselt wurden. Und
das bis zur 9ten von 10 Schulklassen. Aber dieses Leben in "Unterdrückung"
war sehr gut für mich, denn, da ich mir keine Sorgen darüber machen mußte,
wie ich der "Klassenguru" bleibe, konnte ich mein eigenes Leben
weiterleben und meinen Weg finden.
Die Freunde eines Kriegers des Lichts fragen ihn, woher er
seine Energie habe. Er antwortet: "Vom verborgenen Feind." Die Freunde
fragen, wer das sei. Der Krieger antwortet: "Jemand, den wir nicht mehr
bestrafen können." Das mag ein kleiner Junge sein, der ihn als Kind im
Streit besiegt hat, die Freundin, die ihn mit 12 verließ, der Lehrer, der
ihn einen Esel schimpfte. Wenn seine Kräfte erlahmen, erinnert sich der
Krieger daran, dass er jenen damals seinen Mut noch nicht beweisen konnte.
Er denkt nicht an Rache, weil der verborgene Feind nicht mehr Teil seiner
Geschichte ist. Er denkt nur daran, seine Fertigkeiten zu vervollkommnen,
damit seine Heldentaten in aller Munde sind und denen zu Ohren gelangen,
die ihn einstmals verletzt haben. Im Schmerz von gestern liegt die Kraft
von heute. (HKL 95), (Dies ist für euch, die, die ihr mich gehänselt habt,
und für euch , die ihr gehänselt werdet, seid ruhig, es kommt auch eure
Zeit, Geduld haben.).
Nach der Schule habe ich eine Ausbildung als
Gas-Wasser-Installateur genossen, sehr angenehm. Meine Versuche, möglichst
viel zu lernen und immer voll dabei zu sein wurden dadurch belohnt, dass
ich recht selbständig arbeiten durfte. In dieser Zeit meiner Lehre habe
ich sehr viel gelernt, und das nicht nur für meinen Beruf, sondern auch
ganz besonders viel fürs Leben, ich lernte das lockerere Leben, konnte
meinen Horizont unglaublich stark erweitern.
Nebenbei haben wir, mein Papa, meine Mama und ich einen
Laufstall für unsere Kühe gebaut, 2500 Arbeitsstunden neben Lehre und
Berufsschule, Arbeit bis 16.30 Uhr, dann nach Hause, essen, und von 18 bis
22 Uhr noch mal Stall bauen, als ich Fliesen verlegte war es oft sogar
Mitternacht oder später. Die Samstage und die halben Sonntage haben wir
auch zum Bauen verwendet, Baumaterialien hab ich in den Pausen der
Berufsschule besorgt, in den Schulstunden bin ich des öfteren
eingeschlafen. Und das ganze 2 ganze Jahre lang. Meine Eltern meinten
oft, ich solle etwas langsamer machen, aber das wollte ich nicht.
Trotz dieser vielen Arbeit möchte ich diese Zeit nicht
missen. Heilfroh war ich, dass ich während dieser Zeit keine Freundin
hatte, da wäre keine Zeit gewesen. Es war eh oft am Limit, aber gerade
dass hat´s ausgemacht, wir hatten meist Freude am bauen. Nach meiner Lehre
war ich dann erst ein halbes Jahr Geselle, und danach kam mein Zivildienst
in einem Behindertenwohnheim, und dass, obwohl ich 1 Jahr vorher noch
Bundeswehr machen wollte, diese Meinung hab ich auf dem Weg zur Musterung
aber noch schnell geändert, und verweigert. Diese Entscheidung kam
sozusagen 5 vor 12. In "meinem" Wohnheim hab ich mich sauwohl gefühlt,
meine große Zweitfamilie.
Hab mich wohl auch recht gut angestellt, denn auf meine
Anfrage, ob ich nach meinem Zivi weiter halbtags als Hausmeister dort
arbeiten kann bekam ich recht schnell eine Zusage. Während meines
Zivildienstes hab ich auch recht viel Helferarbeiten nebenher gemacht und
mit 19 Jahren hat ich doch dann auch meine erste richtige Freundin,
keineswegs zu spät find ich, viele Kids lassen sich da viel zu arg
verrückt machen.
Dann war ich also Hausmeister, sehr schöne Arbeit, ich durfte
frei arbeiten, hatte wenige Vorgaben, ein Superjob und vor allem ein noch
besserer Chef. Ich habe gelernt, dass das Leben ein Geben und Bekommen
ist. Ich habe meine Arbeiten ordentlich erledigt, bin auch abends oft
arbeiten gewesen, weil da die Bewohner, die tagsüber in der Werkstatt
arbeiten, zu Hause waren und mir ihre Probleme direkt mitteilen konnten.
Mein Verhältniss zu Bewohnern und den meisten Betreuern war einmalig, wie
gesagt, es ist halt ein großes Bisschen meine Familie. Ich hatte dort auch
mein Essen, wenn ich wollte, und wenn meine "Liebsten" Nachtbereitschaft
hatten, habe ich mich oft dazugesetzt, dann haben wir uns die halbe Nacht
unterhalten und ich hab auch dort schlafen können. Dadurch, dass ich meine
Arbeiten recht zuverlässig erledigte, hatte ich im Gegenzug freie
Arbeitszeit/tage-Wahl, was gerade für mich sehr angenehm war, da ich die
landwirtschaftlichen Arbeiten frei planen konnte.
Und auch für unseren Hausbau, den wir im Winter 03/04
begannen, war es wichtig frei planen zu können. Da meine Eltern ja nun alt
genug sind, und auch lange genug zu Hause gewohnt haben, bauen wir im
Moment ein Haus für sie, denn sie werden langsam flügge, und sollen
deshalb ihr eigenes Haus haben. Dieses Haus bauen wir, wie früher üblich,
aus Holz und Lehm und unseren alten Dachziegeln. Gesündeste Materialien,
und sehr günstig, denn bei derer Bäuerli darf ja alles nix kost. (Spässle)
Dieses Haus wollte ich eigentlich im Sommer 2006 fertig
haben, was sich wohl durch meine Auslandsaufenthalte nun verschieben wird,
egal.
Meine letzten Monate im Wohnheim sah ich in meiner Arbeit
dort dann keine große Herausforderung mehr, ich war in einer Krise, musste
was ändern. meine Gedanken der Selbständigkeit und einem Leben in der
Landwirtschaft mit anderen Gleichgesinnten jungen oder auch älteren
Menschen wurden stärker.
Dann kam die Katastrophe am 26.12.04 Und 3 Wochen später
meine Entscheidung für Sri Lanka. Es musste schnell entschieden werden und
da meine Geschäftsführerin erst dagegen ging, und mir keinen unbezahlten
Urlaub genehmigen wollte, bin ich halt jetzt frei und kann mein Leben noch
besser in die Hand nehmen.
Zum Arbeiter an der Schönheit des eigenen Lebens werden.
Nachtrag am 1.12.07
Nun sind fast 3 Jahre vergangen, seit ich diesen
„Lebenslauf“ verfasst habe, einiges ist passiert.
Dass Lehmhaus meiner Eltern ist seit Dezember 06
fertig, meinen Eltern und meiner Schwester Regina geht es gut darin.
Wenn ich es irgendwann schaffe gibt es hier auf dieser Seite einen
eigenen Bereich über den Bau. Ich selbst hab mich familientechnisch auch
verändert. Ich glaub seit zweieinhalb Jahren bin ich nun schon mit
meiner Micha zusammen, sie hatte schon einen Sohn, Enrico, er ist
mittlerweile 8 Jahre. Seit August haben wir noch einen gemeinsamen Sohn
dazubekommen, Joschua, so dass wir nun schon eine schöne Familie sind.
Wir wohnen seit Weihnachten 06 im alten Haus meiner Eltern, also meinem
Elternhaus, dass wir nun so umbauen wie es uns gefällt, alternativ und
natürlich ganz natürlich, also mit viel Lehm. Berufstechnisch bin ich im
Moment selbständig, ich mache fast alle Arbeiten rund um Haus, Garten
und Leben meiner Mitmenschen, dies Jahr hatte ich auch einen 400 € Job,
den ich aber wieder los bin. Es geht uns gut, was wir brauchen haben wir
und glücklich sind wir obendrein.
Meine Weltanschauung
Gestern war ich auf einem Seminar über Fair Handel
und Hilfe in Tansania. Es war ein sehr interessanter Tag für mich mit
vielem Neuen. Unter anderem hatte ich den Eindruck, das ich in der Mitte
zwischen 2 gegensätzlichen Meinungen saß, links außen saß ein Mann, von
dem ich den Eindruck hatte, er wolle seinen Bekannten in Afrika
unbedingt unsere Ansichten und Kultur aufzwingen, rechts in der Ecke saß
ein Mann, von dem ich den Eindruck hatte, als wolle er die Menschen dort
lassen, wie sie sind und ihnen nur ein wenig unter die Arme greifen, wo
sie an ihre Grenzen stoßen, aber weiter machen wollen. Dies war für mich
die richtige Seite, es ist meiner Meinung nach wichtig, das Menschen in
ihrer Heimat selbst entscheiden, wo ihnen geholfen wird, und weiterhin
finde ich es extrem wichtig, Spendengelder nicht mit der Gieskanne zu
verteilen, was nachweislich schon oft noch mehr Not hervorgerufen hat,
sondern ganz vorsichtig zu schauen, wie man in Gerätschaften, Bildung,
Erschließung von Märkten usw. investieren kann, damit die Menschen
selbst auf lange Sicht ihr Einkommen verdienen können. Diese Variante
hat auch den Vorteil, das die Menschen wieder stolz auf sich sein können
und sich nicht als „Bettler“ fühlen. Was ich auch für wichtig für uns
finde, ist die Tatsache, das unsere und die Amerikanische Hochkultur
maßgeblich dafür verantwortlich sind, das so viele Menschen so arm sind,
wie sie sind Vielleicht sollten wir unsere Hilfe nicht als Geschenk
ansehen und uns rühmen wie gut wir doch sind, sondern als kleinen
Versuch, wieder gutzumachen, was viele unserer Hochkulturmitmenschen
kaputt gemacht haben. Also sozusagen selbst in die Rolle des „Bettlers“
schlüpfen, der bittet es wieder gut machen zu dürfen. In einem
Internetbericht über Äthiopien, dem ärmsten Land der Welt habe ich
gelesen, das den Menschen dort durch anhaltende Geldgeschenke die Chance
genommen wird, selbst etwas für sich zu tun, denn warum sollten sie für
sich selbst sorgen, wenn sie alles auch geschenkt haben können. Dass
viele Menschen sich da nicht aufraffen können selbst etwas zu tun, sehen
wir doch bestens am Beispiel der Spende „Harz vier“, ich kenne einige
Menschen, die in dieser Lage sind und sagen: „Dies mach ich nicht, das
mach ich nicht, da bin ich mir zu schade, mir geht es doch gut.“
Gefährliches Thema, von dem ich hier rede, ich
hoffe, niemand fühlt sich von mir angegriffen, ich habe nichts
pauschaliert, oder? Es gibt immer solche und solche Menschen. Jeder
sollte für sich wissen, zu welcher Gruppe er gehört
Ein weiteres wichtiges Thema, wie wir die Welt
etwas weniger verschlechtern können sehe ich in unserem täglichem Leben,
2 Beispiele,
Klimaerwärmung, da kann jeder etwas tun, ich hatte
z.B. vor einigen Monaten festgestellt, das ich um abends von der
Wohnstube ins Bett zu kommen 7 Lichter an und ausschalten muss. Muss ich
das wirklich? Nein, seit dem habe ich meistens eine Kerze in der Hand,
und spare mir dadurch einiges an Strom. Ich merke dadurch oft, wie
einfach der Luxus des Stromes ist. Wie viel fern müssen wir schauen?
Wann können wir auf das Auto verzichten und Bus Bahn und Fahrrad nutzen?
Ich selbst mache fast alle meine Baustellen mit dem Motorroller +
Anhänger, auch gestern bei Regen und 5°C bin ich mit dem Roller barfuss
zu der Tagung ins 20 km entfernte Würzburg gefahren. Regenkleidung, und
es geht alles, für mich ist es zusätzlich immer eine Bestätigung, das
ich etwas für mich besonderes mache, und dies läst mich immer wieder
verschmitzt lächeln wie ein Kind.
Ihr seht also, wenn ich alles erst mal in Frage
stelle, was in unserer ‚Gesellschaft „normal“ ist, komme ich oft drauf,
das es eigentlich dumm ist und besser geht.
Wer von euch dazu ein paar Denkanstösse haben will,
dem kann ich das Buch von Hans Paasche, „Die Forschungsreise des
Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland“ empfehlen
(Beschreibung im Link: Lesenswerte Literatur. Für mich ein bedeutendes
Werk, das jeder Deutsche mal gehört oder gelesen haben sollte.
2tes Beispiel der „Welt weniger Verschlechterung“
(Wichtiges Beispiel)
„Geiz ist geil, Billiger, Discountbillig, Ich bin
doch nicht blöd, Schnäppchen“ dies sind nur einige Schlagwörter unseres
Konsumlebens, und wer von euch versucht nicht beim Essenseinkauf
möglichst billig zu kaufen, oft ohne Rücksicht auf Qualität, wer rennt
nicht nach lesen des Werbeblattes in den Baumarkt um danach pralen zu
können, was für ein „Schnäppchen“ er gemacht hat. Ich habe es nun etwas
überspitzt geschrieben, dennoch ist es meine Meinung. Mir ist es
wichtig, das wir für unsere kl. Familie möglichst viel Bio einkaufen,
auch wenn unsere finanziellen Mittel beschränkt sind. Bei meinen
Baustellen versuche ich, meine Kunden zu beraten, meistens sag ich
gleich dazu, wenn sie sagen, das sie Material im Baumarkt holen, dass
sie es dann auch selbst einbauen können, weil ich es nicht mach.
Manchmal mache ich Ausnahmen, manchmal ist mein Selbstbewusstsein nicht
groß genug um meine Meinung durchzuziehen, aber meistens klappts.
Ein Leben nach uns
Warum ich gegen diese großen Konzerne bin: Ganz
einfach, sie haben und machen immer noch so viele Kleinunternehmer
kaputt, so entstehen Arbeitslose, und die Preise in den kleinen Läden
verteuern sich, mehr Menschen haben noch weniger Geld, gehen zum
Baumarkt, noch mehr kleine Läden müssen schließen, noch mehr
Arbeitslose, weniger Geld, Unzufriedenheit, usw. Außerdem, wisst ihr,
wie viele schädliche Stoffe, Dämpfe und ähnliches in Laminatboden,
Bauschaum und anderen Billigprodukten ist, die bei uns
Gesundheitsprobleme/Allergien, usw. hervorrufen können? Ich weis es
nicht, höre aber immer wieder mal Negativberichte. Noch dazu, passend zu
Beispiel 1:
Je weniger Unnützliches wir kaufen, desto weniger
muss produziert werden, desto weniger Energie wird verschwendet.
Ja so ist das, so seh ich das. Mal schauen, wo das
noch hinführt, ich denke, durch die Endlichkeit der fossilen Energien
und durch die Sensibilisierung der Menschen durch Nachrichten, können
wir es schaffen das Ruder rumzureisen zugunsten von uns kleinen. Dies
wird aber nur gelingen, wenn wir gemeinsam anpacken. Wenn jeder erst an
die Allgemeinheit, sprich seinen Nächsten oder wie Paulo Coelho sagen
würde an die 5te Generation nach uns denkt und erst dann an sich. Man
kann sich nicht nur aufopfern, aber man kann mehr für die Welt denken,
in der ja auch noch unsere Ur-ur-ur-usw. Enkel leben wollen, Denken wir
daran.
Hier noch ein kleiner Spruch aus meinem Handbuch
des Kriegers des Lichts von Paulo Coelho:
„Bevor er eine wichtige Entscheidung trifft – einen
Krieg erklärt, sich mit seinen Gefährten auf eine andere Ebene begibt,
ein Feld aussucht, auf dem er sät -, fragt sich der Krieger: „Welche
Auswirkungen wird dies auf die fünfte Generation meiner Nachfahren
haben?“ Ein Krieger weiß, dass die Taten eines jeden Menschen lange
wirken und muss daher wissen, welche Welt er seiner fünften Generation
hinterlässt“
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